Fragen & Antworten

Abrechnung der Behandlung

Nach Abschluss der Behandlung erhalten Sie eine zusammenfassende Schlussabrechnung über die Gesamtkosten der Behandlung. Die tatsächlichen Kosten können nur nach Behandlungsabschluss kalkuliert werden.  Erst nach Zusendung der Abrechnung der beteiligten Ärzte, können wir die endgültige Rechnung erstellen. Sollten sich intraoperative Änderungen ergeben sowie zusätzlich Arzt- und Diagnostik-Leistungen in Anspruch genommen werden, wird die Schlussabrechnung entsprechend angepasst. Bitte beachten Sie, dass bei Abweichungen zwischen dem Kostenvoranschlag und der Schlussabrechnung die in der Schlussabrechnung aufgeführten Kosten maßgeblich sind. Falls der Schlussabrechnungsbetrag Ihre Vorauszahlung übersteigt, sind Sie zur Bezahlung des fehlenden Differenzbetrages verpflichtet. Falls Ihre Vorauszahlung den Schlussabrechnungsbetrag übersteigt, bekommen Sie den zu viel bezahlten Differenzbetrag zurückerstattet.

Die Charité ist um die zeitnahe Erstellung der Schlussrechnung bemüht. Sind die Kosten der Chefärzte in der Schlussrechnung enthalten, müssen der Charité die Abrechnungen der Chefärzte vorliegen. Die Chefärzte erstellen die Abrechnung selbst oder beauftragen spezialisierte Abrechnungsunternehmen auf Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Charité hat keinen Einfluss auf die Erstellung der Rechnungen der Chefärzte. Gesetzliche Fristen zur Erstellung der Abrechnung durch die Chefärzte existieren nicht. Aus diesem Grund kann es zu Verzögerungen bei der Erstellung der Schlussrechnung kommen.

Die Endabrechnung wird erst zwei bis drei Wochen und maximal drei bis vier Monate nach Abschluss der Behandlung erstellt.

DRG Abrechnung der allgemeinen Krankenhausleistungen

unsere Rechnung ist gemäß dem Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze (KHG) und dem Gesetz über die Entgelte für voll- und teilstationäre Krankenhausleistungen (KHEntgG) sowie dem gültigen DRG-Entgelttarif für Krankenhäuser im Anwendungsbereich des KHEntgG erstellt worden.

Das Entgelt für die allgemeinen voll- und teilstationären Leistungen des Krankenhauses richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben des KHG sowie des KHEntgG in der jeweils gültigen Fassung. Danach werden allgemeine Krankenhausleistungen überwiegend über diagnoseorientierte Fallpauschalen (sog. Diagnosis Related Groups -DRG -) abgerechnet. Entsprechend der DRG-Systematik bemisst sich das konkrete Entgelt nach den individuellen Umständen des Krankheitsfalls. Die Zuweisung zu einer DRG erfolgt über verschiedene Parameter. Die wichtigsten sind hierbei die Hauptdiagnose sowie gegebenenfalls durchgeführte Prozeduren (Operationen, aufwändige diagnostische oder therapeutische Leistungen). Eventuell vorhandene Nebendiagnosen können zudem die Schweregradeinstufung beeinflussen. Für die Festlegung der Diagnosen beziehungsweise Prozeduren stehen Kataloge mit circa 13.000 Diagnosen (ICD-10-GM) und circa 30.000 Prozeduren (OPS) zur Verfügung.

Welche DRG-Position abzurechnen ist, ergibt sich rechtsverbindlich aus der Eingabe und Verarbeitung von Daten in einem automatischen Datenverarbeitungssystem, das auf einem zertifizierten Programm basiert, § 1 Absatz 6 Satz 1 Fallpauschalenvereinbarung 2019. Zu diesen Daten gehören im Wesentlichen die Diagnosen gemäß ICD-10-Klassifikation und die Prozeduren gemäß OPS-Katalog.

Ermittlung des Pflegeentgeltes

Zur Finanzierung der Pflegepersonalkosten für die unmittelbare Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen gemäß § 6a Abs.1 Satz 1 KHEntgG ein krankenhausindividuelles Pflegebudget zu vereinbaren. Die Abzahlung dieses Pflegebudgets erfolgt über tagesbezogene Pflegentgelte durch den Patienten, § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 6a KHEntgG. Der Gesamtbetrag ergibt sich durch Multiplikation des tagesbezogenen, krankenhausindividuellen Pflegeentgeltes mit der Anzahl der Belegungstage (Verweildauer).

Berechnung der Wahlleistung Arzt (Chefarztbehandlung)

Die DRG-Fallpauschalen und Zusatzentgelte vergüten jeweils den gesamten Umfang der medizinisch notwendigen Behandlung einschließlich durchzuführender Operationen sowie Unterkunft, Verpflegung und sonstiger Leistungen des Krankenhauses (allgemeine Krankenhausleistungen). Soweit dies medizinisch erforderlich ist, gehört dazu auch die Behandlung durch den Chefarzt.
Wird von der Patientin bzw. von dem Patienten ausdrücklich eine Behandlung durch bestimmte Ärzte ("Chefarztbehandlung") gewünscht, so schließt der Patient oder die Patientin darüber schriftlich eine gesonderte vertragliche Vereinbarung über wahlärztliche Leistungen ab. In diesem Zusammenhang ist der Patient /die Patientin darüber zu unterrichten, dass durch eine solche Vereinbarung die persönliche Behandlung durch liquidationsberechtigte Ärzte ohne Rücksicht auf Art und Schwere der Erkrankung sichergestellt werden soll. Dabei ist auch darauf hinzuweisen, dass der Patient/die Patientin auch ohne eine solche Vereinbarung die medizinisch notwendige Versorgung durch hinreichend qualifizierte Ärzte erhält. Die Vereinbarung erstreckt sich auf alle an der Behandlung der Patientin bzw. des Patienten beteiligten liquidationsberechtigten Krankenhausärzte einschließlich der von diesen ggf. veranlassten Leistungen außerhalb des Krankenhauses. Dies führt dazu, dass er in der Regel von den Ärzten, die an der wahlärztlichen Behandlung beteiligt sind, gesonderte Rechnungen nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) erhält, die zusätzlich zur normalen Krankenhausvergütung zu zahlen sind. Weil in den Entgelten des Krankenhauses für die allgemeinen Krankenhausleistungen bereits ein Anteil für die Vergütung der ärztlichen Behandlung enthalten ist, sind die Rechnungen über wahlärztliche Leistungen um 25 Prozent zu ermäßigen. Auch für nicht-ärztliche Wahlleistungen (Einbettzimmer) ist eine gesonderte Berechnung mit dem Krankenhaus zu vereinbaren.

Fehlende Privatliquidationen

Die Kosten der an der Behandlung beteiligten Chefärzte können in der Schlussrechnung enthalten sein oder werden gesondert von diesen Chefärzten an den Kostenträger in Rechnung gestellt. Dies bedeutet, dass die Chefärzte berechtigt bleiben, die ihnen zustehende Vergütungen nicht über die Charité und/oder die CHS, sondern selbst gegenüber dem Kostenträger abzurechnen. In diesem Fall teilt die CHS diesen abweichenden Abrechnungsweg mit der Übermittlung der Schlussrechnung mit.

Unterkunftszuschläge je Behandlungstag

  • 1-Bett Zimmer: EUR 152
  • 1-Bett-Zimmer Wahlleistungsstation: EUR 180
  • 2-Bett Zimmer: EUR 72
  • 2-Bett-Zimmer Wahlleistungsstation: EUR 92
  • Komfortelemente ohne gesondert berechenbare Unterkunft: EUR 30
  • Begleitperson: EUR 45

Service Pauschale

Den Betrag für Service und Betreuung zahlen alle ausländischen Patienten, die in der Charité stationär behandelt werden und deren Behandlung vom International Office der Charité organisiert wird.
Der Betrag wird für alle nicht-medizinischen Dienstleistungen wie z.B. Kommunikation mit den Ärzten, Behandlungskalkulation, Angebotserstellung, Kalkulation der tatsächlichen Kosten der Behandlung und deren Abrechnung erhoben.

Rein Ambulante Behandlungen: 10 %, max. EUR 495 vom Rechnungsbetrag, mindestens jedoch EUR 50 / vierteljährlich

Faktor International

Das pflegesatzrechtliche Normgefüge in Deutschland findet grundsätzlich für die Patienten Anwendung, die innerhalb des Versorgungsauftrages der Krankenhäuser behandelt werden. Ausländische Patienten, die mit dem Ziel einer Krankenhausbehandlung in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, werden außerhalb des Versorgungsauftrages behandelt. Folglich findet das pflegesatzrechtliche Normgefüge in Gänze keine Anwendung. Diese Leistungen und das Entgelt hierfür sind nach dem BGB zwischen dem Patienten und dem Krankenhaus zivilrechtlich zu vereinbaren.

Der im Rahmen der Behandlung ausländischer Patienten entstehende Aufwand und die Finanzierung dieses Aufwandes sind nicht identisch mit der Behandlung deutscher Patienten innerhalb des Versorgungsauftrags.

Folgende Kostenanteile werden hiermit insbesondere abgerechnet

  • 4 Anteilige Investitionsabschreibungen
  • 4 Internationales Büro zur Einzelsteuerung der administrativen Vorgänge
  • 4 Erhöhter Diagnostikaufwand durch fehlende Archivunterlagen
  • 4 Erlösausfallrisiko

Würden diese Kostenfaktoren nicht bei der Abrechnung berücksichtigt, wäre die Folge eine Subventionierung der Behandlung ausländischer Patienten durch deutsche Beitragszahler (Steuern und Krankenversicherung).

Rückzahlung von Guthaben

Aufgrund internationaler Geldwäschegesetze sind wir angehalten nur an tatsächliche Einzahler zurückzuzahlen. Hierbei nutzen wir ausschließlich die Ursprungskonten der Einzahler. Eine Abweichung der Rückzahlung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Hierzu bitten wir Sie um Kontaktaufnahme.

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